Deutschland: Neues Infektionsschutzgesetz ("Notbremse")

Aktuell

Uns erreichen momentan vermehrt Anfragen zur zeitgerechten Anreise an die Flughäfen im Zusammenhang mit der Ausgangssperre. Die deutschen Reiseunternehmen sind im Kontakt mit den zuständigen Behörden um eine Klärung herbeizuführen, inwieweit für die Anreise zum Flughafen wie in der Vergangenheit Ausnahmen gelten.

Um eine einfachere Anreise zum Flughafen zu ermöglichen, wurden seitens z.B. TUI bereits bis 15.05. die Flugzeiten der TUI Fly Flüge angepasst - die Flugzeiten bis 31.05. werden (soweit möglich) ebenfalls sukzessive angepasst. Sollten wir Flugzeitenänderungen vornehmen, werden wir Dich direkt kontaktieren. Natürlich versuchen wir unser Möglichstes, Dir einen entspannten Start in den Urlaub zu ermöglichen.

Falls Du bei Fragen rund um das Inkrafttreten der "Notbremse" in Verbindung mit Deiner in den nächsten Tagen stattfindenden Reise hast, wende Dich bitte an Dein zuständiges Reisebüro oder unsere Hotline.

 

  • Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz, das ab 24.04.2021 gilt, greift ab einer Inzidenz von > 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen in einem Landkreis (entscheidend sind die dem RKI gemeldeten Zahlen) eine einheitliche „Notbremse“. Das bedeutet:
    • Liegt die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 100, gelten ab dem übernächsten Tag die im Gesetz genannten zusätzlichen Maßnahmen.
    • Sinkt in dem entsprechenden Landkreis oder der kreisfreien Stadt die 7-Tages-Inzidenz unter den Wert von 100 bzw. 165 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen, treten dort ab dem übernächsten Tag die Maßnahmen wieder außer Kraft.
  • Interessant für Reisen sind speziell die dann greifenden Maßnahmen rund um die Ausgangssperre: Dann gilt nämlich eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr. Nur noch im Notfall, zu dienstlichen Zwecken oder wenn man zum Beispiel mit dem Hund raus muss, darf man das Haus verlassen. Zwischen 22 Uhr und 24 Uhr ist außerdem erlaubt, sich alleine draußen zu bewegen. Derzeit ist noch in Klärung, inwieweit Abreisen / Ankünfte bei Flughäfen innerhalb dieser Zeit zu bewerten sind.
  • Die jeweiligen Inzidenzen der Landkreise sind auf der Seite des RKI zu finden.

 

Ab einer Inzidenz von über 100 gilt zudem folgendes:

  • Im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr einschließlich Taxen gilt eine Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar). Außerdem soll das Verkehrsmittel höchstens mit der Hälfte der regulär zulässigen Fahrgastzahlen besetzt werden.
  • Übernachtungen zu touristischen Zwecken sind nicht erlaubt.
  • Private Treffen sind nur mit einer haushaltsfremden Person gestattet. Außerdem dürfen sich maximal fünf Personen treffen – zu den beiden Haushalten gehörende Kinder unter 14 Jahren sind ausgenommen.
  • Tagsüber darf Sport alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand betrieben werden. Davon ausgenommen sind Profisportler. Profisport findet ohne Zuschauer statt. Ausgenommen sind auch Kinder, wenn sie draußen kontaktlos in Gruppen von maximal 5 Kindern trainieren. Trainer müssen ggf. vorher einen Test machen.
  • Freizeiteinrichtungen, Saunen, Solarien, Fitnessstudios, Theater, Opern, Konzerthäuser etc. sowie Ladengeschäfte müssen schließen.
  • Öffnen dürfen Wochenmärkte, Lebensmittelgeschäfte, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Gartenmärkte und der Großhandel. Sie dürfen nur ihr übliches Sortiment verkaufen. Dabei müssen Abstände eingehalten werden und die Kunden müssen in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske oder eine Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) tragen.
    Möglich ist ebenfalls die Nutzung von "Click&Collect" und bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 150 und mit Vorlage eines höchstens 24 Stunden alten negativen Testergebnisses auch von "Click&Meet" Angeboten.

  • Die Außenbereiche von Zoos und Botanischen Gärten dürfen mit Hygienekonzepten öffnen. Besucher müssen einen negativen Test vorweisen (ausgenommen Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben).

  • Gastronomische Betriebe dürfen nur außer Haus verkaufen.

  • Werkstätten, Postfilialen, Banken und Waschsalons dürfen öffnen.

  • Körpernahe Dienstleistungen sind untersagt – mit Ausnahme von medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Dienstleistungen. Außerdem dürfen Friseurbetriebe und Fußpfleger geöffnet bleiben. Diese dürfen aber nur mit Atemschutzmasken (FFP2 oder vergleichbar) arbeiten. Friseur- und Fußpflegebesuche sind nur mit negativem Test möglich.

 

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